Deutsch. Jüdisch. Sicher? Maccabiah - Sportfest im Krieg (1)
Trotz der Eskalation im Nahost-Konflikt findet im Juli 2026 in Israel ein internationales jüdisches Sportereignis statt: Die Maccabiah, laut Eigenwerbung das drittgrößte Sportereignis der Welt. Die zweiteilige WDR-Dokumentation Deutsch. Jüdisch. Sicher? Maccabiah Sportfest im Krieg hat vier Mitglieder von Makkabi Deutschland, dem jüdischen Dachsportverband, seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel fast drei Jahre lang begleitet. Wenn du als Jude auf der Straße erkennbar bist, weißt du nicht, was die nächsten fünf Minuten passiert, sagt Ariel Leibovici, Technischer Leiter von Makkabi Deutschland. Seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 haben antisemitische Anfeindungen in Deutschland zugenommen. Jüdische Sportveranstaltungen können meist nur noch mit bewaffneter Security durchgeführt werden und die Athletinnen und Athleten werden regelmäßig als deutsche Juden für Israels Handlungen mitverantwortlich gemacht. Die Mission von Makkabi ist es, Antisemitismus zu bekämpfen und mithilfe des Sports Brücken in der Gesellschaft zu bauen, so Alon Meyer, seit 2013 Präsident des Verbandes. Die Doku begleitet auch die beiden Tischtennisspielerinnen Lisa Michajlova und Hannah Stolyar. Bereits im jüdischen Kindergarten musste Hannah Stolyar üben, was zu tun ist, wenn Steine durchs Fenster fliegen. Polizeischutz ist für sie seit jeher Alltag. Es ist ein Spiel zwischen Trauer und Wut, dass man seine Religion nicht frei ausleben kann. Auch Lisa Michajlova fühlt sich inzwischen in Tel Aviv sicherer als in Deutschland trotz Raketenalarms, der sie regelmäßig aus dem Schlaf reißt: In Deutschland ist es einfach eine alltägliche Gefahr. Man ist ständig Konfrontationen ausgesetzt und man ist irgendwie immer als die Jüdin klassifiziert. Zugleich hinterfragen die Sportlerinnen auch wegen der israelischen Kriegsführung ihre jüdische Identität. Entstanden ist eine Langzeitreportage, die tiefe Einblicke in die Lebensrealität jüdischer Sportlerinnen und Sportler in Deutschland gewährt zwischen Antisemitismus, Identitätsfragen, Sport und den Auswirkungen eines Krieges. Im Vorfeld der Maccabiah spielt die Sicherheit in Israel eine wichtige Rolle. Ariel Leibovici führt regelmäßig Telefonate mit besorgten Eltern. Rund 5.000 jüdische Athleten aus etwa 66 Ländern werden vom 30. Juni bis 14. Juli 2026 in Israel erwartet. Das Sportfest soll in diesem Jahr ein besonderes Zeichen für Zusammenhalt setzen nachdem das Event letztes Jahr aufgrund des Krieges mit dem Iran verschoben werden musste.
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Trotz der Eskalation im Nahost-Konflikt findet im Juli 2026 in Israel ein internationales jüdisches Sportereignis statt: Die Maccabiah, laut Eigenwerbung das drittgrößte Sportereignis der Welt. Die zweiteilige WDR-Dokumentation Deutsch. Jüdisch. Sicher? Maccabiah Sportfest im Krieg hat vier Mitglieder von Makkabi Deutschland, dem jüdischen Dachsportverband, seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel fast drei Jahre lang begleitet.
Wenn du als Jude auf der Straße erkennbar bist, weißt du nicht, was die nächsten fünf Minuten passiert, sagt Ariel Leibovici, Technischer Leiter von Makkabi Deutschland. Seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 haben antisemitische Anfeindungen in Deutschland zugenommen.
Jüdische
Sportveranstaltungen können meist nur noch mit bewaffneter Security durchgeführt werden und die Athletinnen und Athleten werden regelmäßig als deutsche Juden für Israels Handlungen mitverantwortlich gemacht. Die Mission von Makkabi ist es, Antisemitismus zu bekämpfen und mithilfe des Sports Brücken in der Gesellschaft zu bauen, so Alon Meyer, seit 2013 Präsident des Verbandes.
Die Doku begleitet auch die beiden Tischtennisspielerinnen Lisa Michajlova und Hannah Stolyar. Bereits im jüdischen Kindergarten musste Hannah Stolyar üben, was zu tun ist, wenn Steine durchs Fenster fliegen. Polizeischutz ist für sie seit jeher Alltag. Es ist ein Spiel zwischen Trauer und Wut, dass man seine Religion nicht frei ausleben kann.
Auch Lisa Michajlova fühlt sich inzwischen in Tel Aviv sicherer als in Deutschland trotz Raketenalarms, der sie regelmäßig aus dem Schlaf reißt: In Deutschland ist es einfach eine alltägliche Gefahr. Man ist ständig Konfrontationen ausgesetzt und man ist irgendwie immer als die Jüdin klassifiziert. Zugleich hinterfragen die Sportlerinnen auch wegen der israelischen Kriegsführung ihre jüdische Identität. Entstanden ist eine Langzeitreportage, die tiefe Einblicke in die Lebensrealität jüdischer Sportlerinnen und Sportler in Deutschland gewährt zwischen Antisemitismus, Identitätsfragen, Sport und den Auswirkungen eines Krieges. Im Vorfeld der Maccabiah spielt die Sicherheit in Israel eine wichtige Rolle. Ariel Leibovici führt regelmäßig Telefonate mit besorgten Eltern. Rund 5.000 jüdische Athleten aus etwa 66 Ländern werden vom 30. Juni bis 14. Juli 2026 in Israel erwartet. Das Sportfest soll in diesem Jahr ein besonderes Zeichen für Zusammenhalt setzen nachdem das Event letztes Jahr aufgrund des Krieges mit dem Iran verschoben werden musste.