Planet e. - Čt 04.06. 04:00

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ZDF
45 minut
Dokumentární

Der Oktopus gilt als Delikatesse – ob gegrillt, gekocht oder als Calamares. Doch die steigende Nachfrage hat Folgen: In mehreren Regionen Europas wird der intelligente Kopffüßer überfischt. Besonders im Mittelmeerraum schrumpfen die Bestände dramatisch. In Griechenland wird oft mit verbotenen Fallen gefangen. Gemeinsam mit der Küstenwache hat Sea Shepherd Tausende dieser Fallen vom Meeresgrund entfernt – ein Einsatz gegen Umweltkriminalität. Ob gekocht, gegrillt oder als Salat – rund ums Mittelmeer gehört Oktopus zu den beliebtesten Meeresfrüchten. Auch in Deutschland landet er häufig als Calamares aus der Tiefkühltruhe auf dem Teller. Doch woher stammen die Tintenfische eigentlich – und wie steht es um ihre Bestände? Ein Team von "planet e." begibt sich auf eine investigative Reise entlang der Küsten Europas und Afrikas. In Galizien, Nordwestspanien, befinden sich mehrere große Fischverarbeitungsbetriebe, die Oktopusse zerlegen, einfrieren und für den internationalen Markt – auch für Deutschland – vorbereiten. Der Fang unterliegt strengen Regulierungen, denn die natürlichen Bestände schrumpfen rapide. Um die hohe Nachfrage zu decken, greifen die Fabriken zunehmend auf Importe aus afrikanischen Gewässern zurück. Ein Konzern plant, Oktopusse in Aquakultur zu züchten. Doch das Vorhaben stößt auf heftige Kritik von Umweltschützern – das Projekt wurde vorerst gestoppt. Die Zucht von Oktopussen ist ethisch und ökologisch bedenklich: Die Tiere sind hochintelligent und empfindsam, leiden in Gefangenschaft unter Stress und es gibt keine humane Schlachtmethoden. Zudem belastet ihre fleischbasierte Ernährung die Meeresökosysteme und widerspricht nachhaltiger Aquakultur. Im Mittelmeer wird der Gemeine Krake (Octopus vulgaris) vielerorts gefangen. In Griechenland etwa kommen spezielle Plastikfallen zum Einsatz, die an kilometerlangen Grundleinen auf dem Meeresboden liegen. Ein lokaler Fischer zeigt dem Kamerateam, dass die Ausbeute immer geringer wird – eine direkte Folge der Überfischung. Die ökologischen Folgen sind bereits sichtbar: In Italien breitet sich die invasive Blaukrabbe unkontrolliert aus. Sie zählt zu den Lieblingsspeisen der Kraken – doch ohne natürliche Feinde zerstört sie nun den Muschelanbau im Po-Delta. Die Muschelfarmer stehen vor einer existenziellen Krise. Könnte die Rückkehr der Oktopusse die Lösung sein? Eine Organisation aus Österreich testet genau das vor der kroatischen Insel Krk. Dort untersuchen Forschende, ob sich Kraken in künstlichen Unterschlüpfen ansiedeln, vermehren und langfristig zur Stabilisierung des Ökosystems beitragen können. Die Versuche stehen noch am Anfang, doch die Hoffnung ist groß: Ein nachhaltiges Modell für den gesamten Mittelmeerraum könnte entstehen.

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Planet e. - Čt 04.06. 04:00

, ZDF, 45 minut

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Der Oktopus gilt als Delikatesse – ob gegrillt, gekocht oder als Calamares. Doch die steigende Nachfrage hat Folgen: In mehreren Regionen Europas wird der intelligente Kopffüßer überfischt. Besonders im Mittelmeerraum schrumpfen die Bestände dramatisch. In Griechenland wird oft mit verbotenen Fallen gefangen. Gemeinsam mit der Küstenwache hat Sea Shepherd Tausende dieser Fallen vom Meeresgrund entfernt – ein Einsatz gegen Umweltkriminalität. Ob gekocht, gegrillt oder als Salat – rund ums Mittelmeer gehört Oktopus zu den beliebtesten Meeresfrüchten. Auch in Deutschland landet er häufig als Calamares aus der Tiefkühltruhe auf dem Teller. Doch woher stammen die Tintenfische eigentlich – und wie steht es um ihre Bestände? Ein Team von "planet e." begibt sich auf eine investigative Reise entlang der Küsten Europas und Afrikas. In Galizien, Nordwestspanien, befinden sich mehrere große Fischverarbeitungsbetriebe, die Oktopusse zerlegen, einfrieren und für den internationalen Markt – auch für Deutschland – vorbereiten. Der Fang unterliegt strengen Regulierungen, denn die natürlichen Bestände schrumpfen rapide. Um die hohe Nachfrage zu decken, greifen die Fabriken zunehmend auf Importe aus afrikanischen Gewässern zurück. Ein Konzern plant, Oktopusse in Aquakultur zu züchten. Doch das Vorhaben stößt auf heftige Kritik von Umweltschützern – das Projekt wurde vorerst gestoppt. Die Zucht von Oktopussen ist ethisch und ökologisch bedenklich: Die Tiere sind hochintelligent und empfindsam, leiden in Gefangenschaft unter Stress und es gibt keine humane Schlachtmethoden. Zudem belastet ihre fleischbasierte Ernährung die Meeresökosysteme und widerspricht nachhaltiger Aquakultur. Im Mittelmeer wird der Gemeine Krake (Octopus vulgaris) vielerorts gefangen. In Griechenland etwa kommen spezielle Plastikfallen zum Einsatz, die an kilometerlangen Grundleinen auf dem Meeresboden liegen. Ein lokaler Fischer zeigt dem Kamerateam, dass die Ausbeute immer geringer wird – eine direkte Folge der Überfischung. Die ökologischen Folgen sind bereits sichtbar: In Italien breitet sich die invasive Blaukrabbe unkontrolliert aus. Sie zählt zu den Lieblingsspeisen der Kraken – doch ohne natürliche Feinde zerstört sie nun den Muschelanbau im Po-Delta. Die Muschelfarmer stehen vor einer existenziellen Krise. Könnte die Rückkehr der Oktopusse die Lösung sein? Eine Organisation aus Österreich testet genau das vor der kroatischen Insel Krk. Dort untersuchen Forschende, ob sich Kraken in künstlichen Unterschlüpfen ansiedeln, vermehren und langfristig zur Stabilisierung des Ökosystems beitragen können. Die Versuche stehen noch am Anfang, doch die Hoffnung ist groß: Ein nachhaltiges Modell für den gesamten Mittelmeerraum könnte entstehen.

Dostupné za 6 dní

Planet e. - Čt 04.06. 03:00

, ZDF, 30 minut

Planet e. - Čt 04.06. 03:00

Der Hai ist in Gefahr. Viele Arten sind vom Aussterben bedroht. Der Handel mit Haifleisch und -flossen ist eine wichtige Ursache. Die Auswirkungen auf das marine Ökosystem sind gewaltig. Europa ist der größte Exporteur von Haifleisch und -flossen. Der Handel mit Haien – ein Milliardenmarkt. Während ein Fischer in der EU circa zwölf Euro für das Kilogramm Flossen bekommt, zahlt man in Asien bis zu 1500 Euro. Haifischflossensuppe ist dort beliebt. Den größten Umsatz mit Haifleisch und -flossen auf europäischem Boden machen Fischereiunternehmen in Vigo, einem Fischerort an der spanischen Atlantikküste. Meeresbiologe Lukas Müller findet dort auf dem Fischmarkt mehrere Tonnen Haifleisch. Vor allem Jungtiere, die noch nicht ihre Geschlechtsreife erreicht haben. Die "STOP FINNING"-Kampagne setzt sich für ein EU-weites Verbot des Haiflossenhandels ein. Mit über einer Million gesammelter Unterschriften zwingt die Initiative die Europäische Kommission, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Nils Kluger, leidenschaftlicher Haitaucher und Initiator der Kampagne, betont die Dringlichkeit dieses Anliegens. Für viele Menschen in Vigo ist die Fischerei dagegen Existenzgrundlage. Fischer berichten über ihre Arbeit auf hoher See. Sene und Sheriff, zwei Fischer aus dem Senegal und aus Sierra Leone, betonen, wie dankbar sie sind, in Europa Arbeit gefunden zu haben. Die Zusammenarbeit mit den Fischereiunternehmen sei gut, genauso wie die Bezahlung. Meeresbiologe Lukas Müller und sein Team arbeiten daran, die Haibestände in der Biskaya zu dokumentieren und Schutzgebiete zu errichten. Mit den Forschungen will er helfen, die Zukunft der Raubtiere zu sichern. Dabei nutzt das Team Unterwasserkameras und GPS-Tracker, um Daten zu sammeln und das Verhalten der Haie zu studieren. "planet e." berichtet über den Haifischhandel in Europa und die Konsequenzen für unser Ökosystem. Ist es möglich, eine Balance zu finden zwischen wirtschaftlichen Interessen und dem Schutz der marinen Lebensräume?

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Der Oktopus gilt als Delikatesse – ob gegrillt, gekocht oder als Calamares. Doch die steigende Nachfrage hat Folgen: In mehreren Regionen Europas wird der intelligente Kopffüßer überfischt.

Besonders im Mittelmeerraum schrumpfen die Bestände dramatisch. In Griechenland wird oft mit verbotenen Fallen gefangen. Gemeinsam mit der Küstenwache hat Sea Shepherd Tausende dieser Fallen vom Meeresgrund entfernt – ein Einsatz gegen Umweltkriminalität.

Ob gekocht, gegrillt oder als Salat – rund ums Mittelmeer gehört Oktopus zu den beliebtesten Meeresfrüchten. Auch in Deutschland landet er häufig als Calamares aus der Tiefkühltruhe auf dem Teller. Doch woher stammen die Tintenfische eigentlich – und wie steht es um ihre Bestände?
Ein Team von "planet e." begibt sich auf eine investigative Reise entlang der Küsten Europas und Afrikas.

In Galizien, Nordwestspanien, befinden sich mehrere große Fischverarbeitungsbetriebe, die Oktopusse zerlegen, einfrieren und für den internationalen Markt – auch für Deutschland – vorbereiten. Der Fang unterliegt strengen Regulierungen, denn die natürlichen Bestände schrumpfen rapide. Um die hohe Nachfrage zu decken, greifen die Fabriken zunehmend auf Importe aus afrikanischen Gewässern zurück.

Ein Konzern plant, Oktopusse in Aquakultur zu züchten. Doch das Vorhaben stößt auf heftige Kritik von Umweltschützern – das Projekt wurde vorerst gestoppt. Die Zucht von Oktopussen ist ethisch und ökologisch bedenklich: Die Tiere sind hochintelligent und empfindsam, leiden in Gefangenschaft unter Stress und es gibt keine humane Schlachtmethoden. Zudem belastet ihre fleischbasierte Ernährung die Meeresökosysteme und widerspricht nachhaltiger Aquakultur.

Im Mittelmeer wird der Gemeine Krake (Octopus vulgaris) vielerorts gefangen. In Griechenland etwa kommen spezielle Plastikfallen zum Einsatz, die an kilometerlangen Grundleinen auf dem Meeresboden liegen. Ein lokaler Fischer zeigt dem Kamerateam, dass die Ausbeute immer geringer wird – eine direkte Folge der Überfischung.

Die ökologischen Folgen sind bereits sichtbar: In Italien breitet sich die invasive Blaukrabbe unkontrolliert aus. Sie zählt zu den Lieblingsspeisen der Kraken – doch ohne natürliche Feinde zerstört sie nun den Muschelanbau im Po-Delta. Die Muschelfarmer stehen vor einer existenziellen Krise.

Könnte die Rückkehr der Oktopusse die Lösung sein? Eine Organisation aus Österreich testet genau das vor der kroatischen Insel Krk. Dort untersuchen Forschende, ob sich Kraken in künstlichen Unterschlüpfen ansiedeln, vermehren und langfristig zur Stabilisierung des Ökosystems beitragen können. Die Versuche stehen noch am Anfang, doch die Hoffnung ist groß: Ein nachhaltiges Modell für den gesamten Mittelmeerraum könnte entstehen.

Tvůrci

Alexandra Sorgenicht, Julia Zipfel, Lars Seefeldt, Julia Jaki, Kathi Liesenfeld, Franca Leyendecker, Mark Hugo, Martin Koddenberg, Patrick Zeilhofer, Maike Wurtscheid, Volker Wasmuth, Anja Utfeld, Julia Zipfel, Lars Seefeldt, Kathi Liesenfeld, Franca Leyendecker, Judith Paland, Werner Bertolan, Mark Hugo, Martin Koddenberg, Patrick Zeilhofer, Barbara Völkel, Maike Wurtscheid, Volker Wasmuth, Anja Utfeld, Christine Seidemann, Christina Gantner